Der ungarische Graf.Das Grenchner Jubiläumsspiel.
Die neueste – und letzte – Inszenierung von Iris Minder verlegt die berühmte Novelle von Gottfried Keller «Kleider machen Leute» ins Grenchen der 1950er-Jahre.
Eine Geschichte über Verwechslung, Liebe und den Mut, zu sich selbst zu stehen. Drei Generationen stehen gemeinsam auf der Bühne. Humorvoll. Herzlich. Zeitlos.
Ein Schneider wird zum Grafen –
und Grenchen zur Bühne einer Verwechslungskomödie
Was passiert, wenn ein stiller Schneider in edlem Mantel für einen ungarischen Grafen gehalten wird?
In Iris Minders augenzwinkernder Adaption von Gottfried Kellers «Kleider machen Leute» wird aus dieser Frage eine pointierte Komödie voller Überraschungen. Die Handlung spielt im Grenchen der 1950er-Jahre – einem Ort im Aufbruch, wo Status, Ansehen und Herkunft neu verhandelt werden. Und wo sich am Ende zeigt, dass wahre Gefühle stärker sind als jede Maske.
Abschied und Dank
Es ist ein besonderer Moment, diesen Text zu schreiben. Nach vielen Jahren voller Proben, Premieren, Begegnungen und intensiver gemeinsamer Arbeit schliesst sich für mich ein wichtiges Kapitel. Noch fühlt sich vieles ungewohnt an, doch es ist Zeit, zurückzublicken und gleichzeitig Raum für Neues entstehen zu lassen.
Ich möchte von Herzen danken – allen Menschen, die diese Jahre geprägt haben:
den Spielerinnen und Spielern, den kreativen Teams, den stillen Kräften im Hintergrund, den Förderinnen und Förderern und Euch im Publikum, das jede Produktion lebendig gemacht hat. Ohne Eure Energie, Eure Ideen und Eure Verlässlichkeit wäre all das nicht möglich gewesen.
Ich werde das Theater als Arbeitsfeld nicht vermissen. Aber ich werde die Menschen vermissen, die dieses Feld getragen und mitgestaltet haben – die Gespräche, das gemeinsame Ringen um eine Szene, das Lachen in der Pause, das gespannte Innehalten kurz vor dem Auftritt. Diese Beziehungen bleiben und haben mich reich gemacht.
Nun beginnt ein neuer Abschnitt, dessen Konturen noch offen sind. Kreativität bleibt, nur die Form verändert sich. Ich bin gespannt, welche Wege sich zeigen.
Danke für alles, was war, und für all das, was Ihr mit mir geteilt habt.
In tiefer Verbundenheit
Iris Minder

